KI & Digitalisierung

KI und Geopolitik: Ausblick 2026

2 Min. Lesezeit Henrik Schneider
KI und Geopolitik: Ausblick 2026

Zwei Themen, die selten zusammen gedacht werden: die Digitalisierung mit ihrem KI-Schub und eine Weltlage, die nicht ruhiger wird. Diese Folge legt sie nebeneinander und fragt, was 2026 aus dem Zusammenspiel entsteht.

Der Rahmen und die Gäste

Zu Gast sind Karsten Kaya und Serhat Koturman, beide bereits mehrfach im Podcast. Kaya bringt die internationale Perspektive aus der Schweiz ein, Koturman die geopolitische Einordnung. Der Ausgangspunkt ist ein Rückblick auf 2025 und die Frage, welche Themen aus Logistik und Supply Chain das kommende Jahr prägen — global betrachtet, nicht nur national.

Was die Episode behandelt

  • Rückblick 2025. Was die Highlights waren und warum Digitalisierung und KI eher eine Phase des Herantastens blieben als ein Durchbruch im Tagesgeschäft.
  • KI 2026 realistisch. Warum die echten Erkenntnisse eher 2026/27 kommen und KI im Alltag noch nicht angekommen ist.
  • Krisen als Dauerzustand. Wie Lieferketten und geopolitische Spannungen die Agenda weiter bestimmen und die Vorzeichen für 2026 stehen.
  • Risikomanagement mit KI. Wo die Technologie den größten Hebel hat — nicht in der Effizienz, sondern in der Beherrschung von Risiken.

Das Bild, das hängenbleibt

Der nüchterne Befund der Runde: KI ist 2025 nicht im Tagesgeschäft angekommen, und auch 2026 wird sie es nur teilweise. Die Erwartung, dass die Technologie den Alltag schon durchdrungen hätte, trifft nicht zu — man tastet sich heran, probiert aus, aber der breite produktive Einsatz steht noch aus. Wer anderes verspricht, verkauft Hype.

Was das für Lieferketten bedeutet

Die eigentliche Pointe liegt im Zusammenspiel: Der größte Nutzen von KI liegt nicht in der Effizienzsteigerung, sondern im Risikomanagement — und genau das wird in einer krisengeprägten Welt zum entscheidenden Feld. Wer sein Geschäft kennt und die Digitalisierung gezielt einsetzt, um Risiken früher zu sehen, gewinnt mehr als der, der nur Prozesse beschleunigt.

Für die Supply Chain heißt das, die beiden Themen nicht getrennt zu behandeln. Digitalisierung ohne Blick auf die Weltlage optimiert an der falschen Stelle; Geopolitik ohne digitale Werkzeuge bleibt reaktiv. Die Verbindung — KI als Frühwarnsystem für geopolitische und logistische Risiken — ist der Ansatz, der 2026 an Bedeutung gewinnt.

Quellen

Podcast „Logistik aus der Praxis“, Folge „KI und Geopolitik — Ausblick 2026″ mit Karsten Kaya und Serhat Koturman: https://open.spotify.com/episode/3HUnx1Wkdt0txdYcuTAGHa

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