Transformation

Jahresrückblick 2025

2 Min. Lesezeit Henrik Schneider
Jahresrückblick 2025

Ein gemischtes Jahr, geprägt von geopolitischen Verwerfungen und der Dauerfrage, was KI wirklich leistet. Der Jahresrückblick 2025 sortiert das Erlebte und zieht die Linien ins kommende Jahr — mit einer klaren Haltung zur Frage, wo Technologie hilft und wo sie überschätzt wird.

Der Rahmen und die Gäste

Zu Gast ist Frank-Martin Ball, Supply-Chain-Experte und wiederkehrender Gesprächspartner. Gemeinsam blicken wir auf die Entwicklungen in Logistik und Supply Chain 2025 zurück und nach vorn: geopolitische Einflüsse, Digitalisierung und KI, die Rolle der Führung und die Bedeutung belastbarer Planungsprozesse.

Was die Episode behandelt

  • Geopolitik als prägende Kraft. Warum der Ukraine-Konflikt und Veränderungen in der US-Politik die Geschäftsabläufe erheblich beeinflusst haben.
  • KI als Zauberwort. Warum die Erwartungen an die Technologie ihre Realität oft übertreffen und Prozessverständnis die Grundlage bleibt.
  • Führung entscheidet. Warum der Erfolg von Unternehmen an der Führung und der Entwicklung der Mitarbeiter hängt.
  • Planung als Fundament. Warum belastbare Planungsprozesse die Voraussetzung für alles Weitere sind.

Das Bild, das hängenbleibt

Der stärkste Gedanke der Folge betrifft die Resilienz — und er ist unbequem. Resilienz funktioniert für Frank-Martin Ball nur, wenn ein Unternehmen den Mut findet, seine eigenen Themen anzugehen und kritisch zu sich selbst zu sein. Resilienz ohne Selbstreflexion ist nur ein Aufkleber: „Wir werden jetzt resilient.“ Echte Widerstandsfähigkeit verlangt die ehrliche Frage, ob die Prozesse, die Strukturen und auch die Mitarbeiter am richtigen Platz sind.

Was das für Lieferketten bedeutet

Ball vergleicht die KI-Erwartung mit der industriellen Revolution: Die Erwartung übertrifft die Realität, und wer sich allein auf Technologie verlässt, ohne die zugrunde liegenden Prozesse zu verstehen, bleibt hinter den Möglichkeiten zurück. Erfolgreiche Unternehmen sind die, die sich kontinuierlich verbessern, statt Technologie stückweise draufzusetzen. Für die Supply Chain heißt das: erst der Prozess, dann das Werkzeug.

Der zweite Punkt ist die menschliche Aufsicht. KI soll das menschliche Element in Logistik und Supply Chain ergänzen, nicht ersetzen. Der Ausblick auf 2026 zielt deshalb weniger auf neue Technologie als auf klare Strategien — die Kräfte bündeln, statt weiter mit verschiedenen Werkzeugen zu experimentieren, und KI gezielt als Beschleuniger einsetzen, wo die Prozesse stimmen.

Quellen

Podcast „Logistik aus der Praxis“, Jahresrückblick 2025 mit Frank-Martin Ball: https://open.spotify.com/episode/00RTGAlwqzXBDofhxMCnjZ

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